Die beiden Schöpfungsimpulse Yin und Yang durchdringen sämtliche Lebensprozesse und ihre Formen. Die linke Körperhälfte eines jeden Menschen ist dem Yin, dem Weiblichen zugeordnet und manifestiert auch deren Tugenden. Die rechte Körperhälfte ist dem Yang zugeordnet, dem Männlichen und verkörpert deren Tugenden. Beidseitig des Körpers gibt es Meridiane, die im Yin sind und wiederum Meridiane, die im Yang sind.
Durch die Wechselatmung werden die Meridiane im Körper gereinigt, die Atmung wird vertieft, der Kreislauf wird stabilisiert, Hände und Füße werden warm, Körper und Geist entspannen sich, Erkältungen und Heuschnupfen wird vorgebeugt, die rechte und linke Gehirnhälfte gehen in Harmonie und die Tugenden vom Männlichen und Weiblichen kommen ins Gleichgewicht.
Ich setze oder stelle mich, mit geradem Rücken, bequem hin. Den Oberköper richte ich auf, ich dehne meinen Nacken und stelle mir vor, wie mein Scheitelpunkt des Kopfes mit einem Faden nach oben gezogen wird. Ich strecke den Daumen und den Ringfinger meiner rechten Hand nach oben, Zeige- und Mittelfinger lege ich auf meine Daumenwurzel. Dann lege ich den rechten Daumen an den rechten Nasenflügel (in die Mulde) und den rechten Ringfinger an den linken Nasenflügel (in die Mulde). Ich halte mit dem Daumen der rechten Hand das rechte Nasenloch zu. Dann atme ich durch das linke Nasenloch aus und wieder ein. Halte den Atem eine Zeit lang an, indem ich beide Nasenlöcher zuhalte. Dann halte ich mit dem Ringfinger mein linkes Nasenloch zu, atme aus und wieder ein. Dieses wiederhole ich mindestens sieben Mal. Ich kann auch eine zwölfer Atmung daraus machen. Bis vier zählen und ausatmen, bis vier zählen und einatmen und bis vier zählen und die Luft anhalten.
Bei verstopfter Nase bitte auf diese Übung verzichten.